Kredit ohne Schufa

Die Hauptaufgaben der Schufa und deren Tätigkeitsfelder


Gegründet wurde die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, bereits im Jahre 1927 in Berlin. Schon damals bestand die Hauptaufgabe der Schufa in erster Linie darin, verschiedenen Unternehmen als Informationsquelle zu dienen, was die Zahlungsfähigkeit bzw. die Zahlungsmoral der Verbraucher betrifft. Bis heute dient die Schufa vor allen Dingen als Auskunftei dieser Art, und immer mehr Unternehmen greifen auf die gespeicherten Schufa-Daten zurück. Eine Neuorientierung der Schufa fand im Jahre 2000 nach Gründung der SCHUFA-Holding AG statt, und zwar in der Form, dass eine kunden- und serviceorientierten Organisationsstruktur geschaffen wurde. Heute sieht sich das Unternehmen gerne als dynamisch, kunden- und zukunftsorientiert an, und es gibt mehrere Geschäftsbereiche, die vor allem zielgruppengerichtet sind. Die nach eigenem Verständnis bestehende Hauptaufgabe wird auch im Slogan „Wir schaffen Vertrauen“ sehr deutlich. Zu den verschiedenen Geschäftszweigen bzw. Tätigkeitsbereichen des Unternehmens zählen heute zum Beispiel SCHUFA-BusinessLine (Dienstleistungen für die Schufa-Vertragspartner), meineSCHUFA.de (Informationsportal für den Verbraucher) und auch das „Programm“ SCHUFA-macht-Schule, durch welches das gesellschaftliche Engagement unterstrichen werden soll. Trotz dieser verschiedenen Geschäftsbereiche und der eigenen Philosophie sieht es in der Praxis natürlich so aus, dass die Schufa in erster Linie dazu da ist, Banken und sonstigen Vertragspartnern eine Auskunft zu geben, welche Daten über die Verbraucher gespeichert sind, und somit dafür zu sorgen, dass die Bonität des Kunden eingeschätzt werden kann.






Was sind nach Meinung der Schufa deren Vorteile?


Nach eigenen Angaben verfügte die Schufa im Jahre 2009 über Daten von rund 66 Millionen Bürgern, also im Grunde von fast jedem volljährigen Bürger in Deutschland. Der Hauptvorteil der Auskunftei ist nach dem eigenen Verständnis genau diese Datenspeicherung, die es allen Vertragspartnern ermöglicht das Risiko einzuschätzen, welches diese mit dem Eingang einer Geschäftsbeziehung mit einem Verbraucher zu tragen haben. Es wird meistens von der Einschätzung eines Kreditausfallrisikos gesprochen, aber da inzwischen auch Unternehmen außerhalb des Kreditsektors eine Schufa-Auskunft nutzen, trifft diese Bezeichnung nur noch für Teile der Vertragspartner zu. Es gibt allerdings, auch von Seiten der Verbraucherschützer, öfter Kritik an der Schufa bzw. an deren Vorgehensweise und Datenhaltung. So stellt sich zum Beispiel anhand von Statistiken immer wieder heraus, dass ein nicht unerheblicher Anteil der gespeicherten Daten entweder bereits veraltet ist oder auch Fehler beinhaltet. Solche Fehler haben für den Verbraucher meistens negative Konsequenzen, beispielsweise die Ablehnung eines Kredites, obwohl die Bonität eigentlich völlig in Ordnung ist. Die greifbaren Vorteile, die der Verbraucher von der Schufa hat, sind nicht unbedingt ersichtlich, denn im Grunde wird eine „nicht-negative“ Schufa als „normal“ angesehen, sodass für die Vertragspartner vor allem die negativen Merkmale interessant sind, die dann in Form von Vertragsablehnungen nicht selten zu Nachteilen für den Verbraucher führen.



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