Kredit ohne Schufa

Wissenswertes zum P-Konto


Als P-Konto wird das neue Pfändungsschutzkonto bezeichnet, welches es seit Mitte 2010 in Deutschland gibt. Es handelt sich dabei um ein spezielles Girokonto, über das der Inhaber auch beim Vorliegen einer Pfändung in gewissen Grenzen frei verfügen kann und das Konto in vollem Umfang nutzen kann. Bislang war es so, dass das Girokonto eines Kunden vollständig gesperrt wurde, falls der Bank ein Pfändungs- und Überweisungsbeschluss vorlag. Die Folge war, dass selbst notwendige Abbuchungen wie Miete oder Versicherungen nicht zugelassen wurden. Mit dem neuen P-Konto gibt es nun die Möglichkeit, dass der Kontoinhaber innerhalb des Pfändungsfreibetrages von derzeit (Stand April 2011) monatlich 985,15 Euro frei über das auf dem Konto befindliche Guthaben verfügen kann. Um ein solches P-Konto zu bekommen ist es nicht notwendig, ein neues Girokonto zu eröffnen, sondern auf Antrag kann die Bank das bestehende Konto einfach in ein solches Pfändungsschutzkonto „umwandeln“. Laut Gesetz dürfen die Banken einer solchen Umwandlung auch nicht widersprechen, sodass der Verbraucher also das Recht hat, ein P-Konto nutzen zu können. Zu beachten ist allerdings, dass jeder Verbraucher nur ein solches Pfändungsschutzkonto besitzen darf. Zum Schutz vor Missbrauch wird das Konto daher auch der Schufa gemeldet. Sollte ein Verbraucher nun versuchen, ein zweites P-Konto zu eröffnen, würde das die Bank nach Abfrage der Schufa-Daten bemerken und die Eröffnung verweigern.






Die Stärken und Schwächen beim P-Konto


Die Stärke besteht beim P-Konto natürlich in erster Linie darin, dass es sich um ein Konto mit allen Funktionen handelt, welches ein „normales“ Girokonto ebenfalls aufweist. Zudem kann der Kunde eben innerhalb des monatlichen Pfändungsfreibetrages über Guthaben auf dem Konto verfügen. Es ist also nicht mehr notwendig, hohe Gebühren für Bareinzahlungen auf ein fremdes Konto zu zahlen, wie es vorher der Fall war, da das Girokonto beim Vorliegen einer Pfändung nicht mehr genutzt werden konnte und man Rechnungen bar zahlen musste. Ferner bedarf es keines Gerichtsbeschlusses, wenn man ein P-Konto einrichten lassen möchte um seine Finanzen zu handhaben. Neben den Stärken hat das P-Konto allerdings nach Ansicht einiger Experten auch eine Schwäche, wobei diese sich weniger auf das Konto selbst, sondern eher auf die gesetzliche Regelung bezüglich des Kontos bezieht. Dazu zählt auch, dass es keine explizite gesetzliche Vorschrift gibt, dass die Bank ein Pfändungsschutzkonto neu eröffnen muss, wenn der Kunde dort bisher noch kein Girokonto geführt hat. Lediglich die Umwandlung eines bereits bestehenden Konto müssen die Banken vornehmen. Allerdings ist es oftmals ein wirksames Mittel, wenn man sich beim zuständigen Ombudsmann beschwert, dass die Bank sich weigert, ein P-Konto zu eröffnen.


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